Wichtige Materialhinweise

Stoffe / Textilien

Unsere Stoffe sind bereits vom Stoffhersteller vorbehandelt und recht robust und widerstandsfähig. Aber trotzdem sollten einige Hinweise beachtet werden, denn die Stoffe sind ein Naturprodukt (schwere und leichte Stoffe) bzw. enthalten Naturfasern (extraschwere Stoffe).

Hier ein paar Hinweise für eine lange Lebensdauer:

Mit weicher Bürste den Staub/Schmutz regelmäßig von der Plane entfernen, leicht abklopfen oder absaugen mittels Staubsauger, eventuell danach mit klarem Wasser nachspülen.

Vogeldreck/Insektenkot sollte sofort mit einem aufsaugenden Papier entfernt und dann mit klarem Wasser ohne chemische Reinigungsmittel nachgespült werden.

Vor dem Falten, Rollen, Lagern muss die Plane immer TROCKEN sein!

Weder Waschmittel (mit Weichmacher, anionische Tenside etc.) verwenden noch Hochdruckreiniger benutzen, da dadurch sowohl die Imprägnierung und fäulnishemmende Ausrüstung als auch die Gewebefaser zerstört werden kann. Keinen heißen Wasserdampf anwenden!

Ist die Plane permanent im Außenbereich der Witterung ausgesetzt, sollte sie regelmäßig austrocknen, besonders die eventuell im Schatten liegende Seite. Empfehlenswert wäre die Plane oder das Zelt von Zeit zu Zeit zu drehen. Das verhindert u.a. oberflächliche Moosablagerungen auf verstaubten und angeschmutzten Stellen. Diese Ablagerungen können anwurzeln und den Nährboden für Schimmel und Verrottung bilden, trotz Ausrüstung der Plane. Deshalb die Plane regelmäßig entstauben.

Nicht in der Waschmaschine waschen! Keine Verwendung von Lösungsmitteln, die ebenfalls die Imprägnierung zerstören.

Zur Frage wie man das Moos wegbekommt… zuerst natürlich sollte man es gar nicht so weit kommen lassen. Ist es dennoch passiert, kann man vorsichtig mit einer Rasierklinge das Moos entfernen, dann die Plane gut austrocknen lassen, nochmals trocken ausbürsten, ausklopfen oder absaugen, um den Stoff frei von diesen Ablagerungen zu bekommen.

Ob eine Nachimprägnierung gewünscht/erforderlich ist, liegt immer im Ermessen des Benutzers, wie oft ist die Plane im Jahr den Witterungsverhältnissen ausgesetzt, wie alt ist das Zelt etc.

Es gibt Nachimprägniermittel für Baumwollstoffe, diese ersetzen aber natürlich nicht die ursprüngliche Imprägnierung.

Durch hohe Temperaturunterschiede zwischen Außen kalt und im Zeltinnenraum feucht und warm kann sich regelmäßig Kondenswasser, auch an den Zeltstangen bilden. Ebenfalls durch Kochen im Zelt oder Lagerung von Früchten. Wird das Zelt nicht gut regelmäßig belüftet und bildet sich eine permanente Feuchtigkeit, kann es auf Dauer anfällig für Stockflecken werden. Es ist also immer darauf zu achten, daß das Zelt gut belüftet wird und nicht permanent feucht bleibt. Es sollte richtig austrocknen können, z.B. in der Sonne.

Für das Gewebe ist eine ständig feuchte Region, z.B. an einem Fluss oder See oder während des Winters nicht so günstig, wenn es nicht austrocknen kann.

Auch darauf achten, dass das Zelt nicht ständig ganz verschlossen bleibt und auch der obere Teil gut ventiliert wird.

Wenn die obigen Hinweise beachtet werden, sollten Sie lange Zeit viel Freude mit unseren Produkten haben!

Bei Nichteinhaltung vorgenannter Hinweise wird keine Garantie übernommen.

Bambusprodukte

Bambusprodukte haben von Natur aus besondere Eigenschaften. Äußerlich besitzt Bambus je nach Art und Behandlung eine unterschiedliche Erscheinung. Aber auch innerhalb einer Art bzw. Behandlungsweise gibt es zum Teil große Unterschiede. Bambus besitzt Ungleichmäßigkeiten in Bezug auf Farbe, Flecken, Streifen, Form, Dimension, Oberflächenbeschaffenheit und seinen Ausmaßen. Seine Wuchsform ist schwach bis stark konisch, dick bis dünnwandig und mehr oder weniger geradlinig.

Bambusrohre bilden durch Quellen und Schwinden Spannungen, welche aufgrund seiner parallelen Faseranordnung zu Rissbildung und Aufspaltungen führen können. Diese Risse können zum Teil mit Geräuschen wie Krachen oder Knallen einhergehen. Je nach Bambusart ist dieses Rissverhalten unterschiedlich stark ausgeprägt. Mit aufsteigender Tendenz sind dies: Guadua, Wulung, Nigra, Boryana, Moso Gelb / Moso naturgelb / Moso grün und Moso Karamell.

Rissbildungen lassen sich nicht gänzlich vermindern jedoch minimieren.

In Innenräumen ist es hilfreich, die von Medizinern empfohlene Luftfeuchtigkeit von etwa 45 bis 55% einzuhalten.

Auch sollten schnelle klimatische Wechsel mit z.B. Temperatursprüngen vermieden werden. Im Winter als auch im Sommer kann ansonsten trocken-warme Luft verstärkt zu Rissbildung bei Bambusrohren führen.

Asiatische Möbelbauer minimieren Rissbildung dadurch, dass ein Längsschnitt vorgenommen wird, so dass sich die Spannungen dort abbauen können.

Bambusrohre verwittern unter äußeren klimatischen Bedingungen; vornehmlich durch Niederschlag und Sonnenstrahlung. Dadurch werden Bambusprodukte wie alle anderen Hölzer oberflächlich silbergrau. Bambus besitzt jedoch aufgrund seiner dichten und harten Oberfläche mittelfristig einen eigenen natürlichen Witterungsschutz. Für langfristige Anwendungen empfiehlt sich je nach Beanspruchung eine regelmäßige Pflege mit einem geeigneten Anstrich (z.B. Textrol von Owatrol), welcher einen Sonnenschutz bietet und wasserabweisend ist. Ein konstruktiver Witterungsschutz ist in jedem Fall empfehlenswert. Hierunter fallen bauliche Maßnahmen, die eine intensive Be- und somit Verwitterung minimieren (z.B. Abdeckungen/Dachüberstände, kein Erd- bzw. dauerhafter Wasserkontakt).

Bambusrohre werden nach der Ernte sortiert, getrocknet, z.T. behandelt und gereinigt. Durch die Ernte und Transport besitzen Bambusrohre teilweise Beschädigungen, da Bambusrohr keine schützende Rinde besitzt. Als Naturprodukt können Verunreinigungen und oberflächliche Schimmelbildung nicht gänzlich ausgeschlossen werden.

Tipistangen / Holzstangen

Bei dem für die Stangen eingesetzten Holz handelt es sich zumeist um Holz der Baumarten Fichte oder Kiefer. Aber auch andere Baumarten kommen zum Einsatz.

Für die Rundstangen wird das Holz auf das gewünschte Maß gefräst und anschließend auf Länge geschnitten. Dieses hat zur Folge, dass die Stangen nach der Verarbeitung einen hohen Feuchtigkeitsgehalt haben. Die Feuchtigkeit verdunstet bei der Lagerung und das Holz schrumpft. Dabei entstehen die typischen Längsrisse, welche aber nicht die Stabilität beeinträchtigen. Da Holz ein Naturprodukt ist, lassen sich solche Risse auch nicht vermeiden.

Weiterhin sind die Stangen unbehandelt und sägerauh und können somit Auskerbungen, Abplatzungen oder Ausfransungen etc. besitzen. Dies stellt keinen Garantieanspruch dar!

Bei diesen Stangen ist davon auszugehen, dass bei üblicher Beanspruchung und Aufstellweise, selbst bei fast völlig längs gespaltenen Stangen keinerlei Bruchgefahr besteht.

Bitte beachten Sie, dass die vorgenannten Eigenschaften in Bezug auf Farbe, Maserung, Form, Dimension, Beschaffenheit, Rissbildung und Reinheit materialspezifisch sind und keine Reklamationsgründe darstellen.

Vorgeführte Muster bzw. Bildern sind beispielhaft, stellen jedoch als Naturprodukt keine verbindlichen und zugesicherten Eigenschaften dar.

Tipistangen erhalten Sie oftmals frisch geschlagen und hergerichtet. Durch die Lagerung von frisch geschlagenen Tipistangen kann es zu Verunreinigungen und oberflächlicher Schimmelbildung kommen. Deshalb reinigen Sie die Stangen vor dem Aufbau mit warmem Wasser und lagern Sie sie anschließend luftig und trocken bis zur ausreichenden Trocknung.

Tipistangen müssen vor der Benutzung immer sachgerecht und ausreichend lange gelagert werden, damit sie die erforderliche Trockenheit erreichen.

Nichtbeachtung führt zum Verlust von Garantie und Gewährleistung!